Ja, mit einem guten Abscheiden an Olympia hat es doch nicht
geklappt.
Mit meiner Muskelverletzung nach dem Trainingssturz in
Wengen hatte das allerdings nichts zu tun, denn das Bein war sehr gut verheilt.
Ich spürte nichts mehr von den Sturzfolgen und konnte gut trainieren.
So war denn die teaminterne Quali für die Olympia-Abfahrt
für mich kein Problem. Ich war sogar überrascht, wie gut ich auf Anhieb mit der
Strecke und den Verhältnissen zurechtkam.
Aber dann kam der grosse Regen. Und so lag nicht mehr nur
noch auf den letzten etwa 15 Fahrsekunden Frühlingsschnee, sondern schon vom Super-G-Start
weg. Bei diesen Verhältnissen hatte ich keine Chance. Ich spürte während der
Fahrt sofort, dass ich keinen Zug auf die Ski bringe. So waren an diesem Tag
andere einfach besser als ich. Viele
andere…
Nach dem Rennen war ich ziemlich enttschäuscht. Nicht nur
wegen Olympia, sondern weil es mir auch nicht gelang, meine Bilanz im Winter
2010 etwas aufzupolieren. Das gibt mir zu denken. Meine letzten Weltcuppunkte
hatte ich im Dezember in Gröden gewonnen. So war ich froh, nach der
Olympia-Abfahrt rasch nach Hause zu kommen.
Nun, abgesehen von meiner Leistungen waren es ja
fantastische Olympische Spiele mit einigen Schweizer Olympiasiegern. Herzliche
Gratulation also an alle unsere Medaillengewinner!